Anaplasma phagocytophilum

Bei der Anaplasmose handelt es sich um eine Erkrankung, die in erster Linie aus der Tiermedizin bekannt ist. Bei Anaplasma phagocytophilum handelt es sich um ein Bakterium, das primär durch Zecken übertragen werden kann. Auch Tiere wie Hunde, Katzen und Pferde können infiziert sein.

 

Symptome

Bei etwa zwei Drittel Prozent aller Menschen, die sich mit dem Erreger Anaplasma phagocytophilum infizieren, treten keine Beschwerden auf und die Infektion verläuft unbemerkt. Wenn die Erkrankung ausbricht, machen sich die ersten Symptome wenige Tage bis zu vier Wochen nach dem Biss durch eine mit Anaplasma phagocytophilum infizierte Zecke bemerkbar. Meist äußert sich eine Anaplasmose in diesen Fällen durch nachfolgende, grippeartige Beschwerden:

  • Unwohlsein
  • Fieber
  • starke Kopfschmerzen
  • Muskel ,- und Gelenkschmerzen
  • Schwindelgefühl

 

Übertragung

Die Übertragung auf den Menschen und auf Tiere erfolgt durch Zeckenstiche: Der häufigste Überträger in Europa ist der Holzbock (Ixodes ricinus). Hier ist es wie allen zeckenübertragenen Krankheiten: Ein konsequenter Schutz vor Zecken ist auch ein Schutz vor Infektionen.

 

Merke

Verläuft die Anaplasmose mild oder symptomfrei, ist die Prognose in der Regel gut. Diese Patienten werden meist innerhalb einer Woche wieder gesund. Schwerwiegende Komplikationen treten bei einer Anaplasmose nur selten auf, meist dann wenn das Immunsystem von vornherein schon geschwächt ist. In solchen Fällen ist eine frühzeitige und adäquate Therapie entscheidend. Bleibt diese aus, ist die Prognose ungünstig, im schlimmsten Fall endet die Erkrankung tödlich. Daher ist selbst nur bei Verdacht auf eine Anaplasmose eine Therapie mit Antibiotika angebracht.