Gelenkschmerzen Ursachen

Unerklärliche Gelenkschmerzen durch Borreliose

Unerklärliche Gelenkschmerzen können von einem Zeckenbiss kommen. Die Lyme-Arthritis, eine spezielle Form der Arthritis, tritt jedoch oft erst Jahre nach dem Zeckenbiss auf. Sie betrifft insbesondere große Gelenke wie Knie, Hüfte und Schulter. Eine spezielle Behandlung der Gelenkschmerzen kann helfen.

 

Eine chronische Borreliose kann viele Symptome auslösen. Diese können je nach Phase und unterschiedlicher Ausprägung sehr unterschiedlich auftreten. Eine der führenden Symptome sind (springende) Gelenkschmerzen. Die Gelenkschmerzen bei Borreliose sind zurückzuführen auf eine bakterielle Gelenksentzündung. Ausgelöst wird diese durch bestimmte Bakterien, die in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen werden. Schon nach vier Wochen nach der Übertragung kann es zu Müdigkeit, Fieber, Hautrötungen und Gelenkschmerzen kommen.

 

Borreliose sollte man in die Ursachen von Gelenkschmerzen miteinbeziehen

Wenn eine Entzündung der Gelenke vorliegt, ohne dass eine Verletzung vorangegangen ist, kann das auf eine chronische Borreliose hindeuten. Es können viele Ursachen für Gelenkschmerzen auftreten. Die meisten Menschen mit Erkrankungen wie Gelenkschmerzen oder Gelenkproblemen denken dann oft an eine Überanstrengung zum Beispiel beim Sport, an Arthrose, Gicht oder fälschlicherweise an Rheuma. Den Meisten ist nicht bekannt, dass auch die Erkrankung Borreliose hinter den Gelenkschmerzen stecken kann.

 

Bereits nach den ersten Wochen und Monaten, können Gelenkentzündungen auftreten, auch Lyme-Arthritis genannt. Selbst wenn die Übertragung durch einen auslösenden Zeckenstich mehrere Jahre zurückliegt.

 

Die tückischen und „cleveren“ Borreliose-Erreger können über eine langen Zeitraum ohne vom Immunsystem entdeckt in dem Gelenk, Sehnen und Knorpeln verweilen. Eine Aktivierung der Borrelien nach einer langen Latenzphase kommt meistens dann zustande, wenn das Immunsystem aus verschiedenen Gründen geschwächt ist. Bei unerklärlichen Schmerzen in den Gelenken oder Entzündungen sollte neben verschiedenen Krankheiten als Ursache immer an eine (chronische) Borreliose gedacht werden.

 

Die Entzündungen der Gelenke treten daher oft Monate oder Jahre nach einem Zeckenbiss auf. Die Wanderröte (Erythema migrans), die sich typischerweise nach einer Borrelien-Infektion durch Zecken um die Einstichstelle entwickeln kann, ist oft schwer zu lokalisieren bzw. die Betroffenen erkennen das nicht. Deswegen bemerken Betroffene oft nicht, dass sie sich infiziert haben.

 

In 60 Prozent der Fälle entsteht eine Lyme-Arthritis. Meist ist von dieser Gelenkentzündung das Knie betroffen. Die Infektion im Knie wird durch unterschiedlichen Borrelienarten verursacht. Zu den Arten gehören Borrelia afzelii, Borrelia burgdorferi, und Borrelia garinii.

 

Die Arthritis macht sich durch Schübe der Schmerzen bemerkbar, die sich unter Bewegung noch verschlimmern. Das Gelenk ist gerötet, geschwollen. Auch andere Gelenke können von den Borrelien betroffen sein. Vor allem betrifft eine chronische Borreliose die großen Gelenke wie Knie, Hüfte und Schulter.

 

Symptome der Lyme-Arthritis

Typische Anzeichen der Lyme-Arthritis sind:

  • Gelenkschmerzen
  • Plötzliches Anschwellen der Gelenke, ohne eine Verletzung oder Überlastung bspw. durch Sport
  • Gelenkerguss, der durch die Entzündung entstehen kann

Neben den klassischen Symptomen einer Lyme-Arthritis und den betroffenen Gelenken können sich die Symptome auch an den Knochen manifestieren. Hierbei kann es zu starken Schmerzen an unterschiedlich wechselnden Stellen am Körper kommen, ohne dass man Ursachen erkennen kann, die aus dem nichts wieder verschwinden. Es kann zu starken Schienbein- und Fersenschmerzen kommen, die besonders in der Nacht verstärkt auftreten.

 

Häufig wird auch von wiederkehrenden Schmerzen im Rippenansatz und am unteren Rippenbogen bereichtet. Begleitet werden diese Beschwerden auch von dem Gefühl eines verminderten Atemvolumens und mit einem Druck auf dem Brustkorb begleitet.

 

Springende Gelenkschmerzen besonders charakteristisch

Besonders charakteristisch ist, dass die Schmerzen der Gelenke, oder die Entzündungen an den einzelnen Gelenken „hin und her“ springen können. Mal ist das Knie betroffen, dann die Hüfte oder ein Fußgelenk.

 

Äußere Anzeichen einer Gelenkentzündung durch Borrelien sind eine Schwellung und starke Rötung sowie eine Überhitzung. Meist ist das Kniegelenk entzündet, aber auch Sprunggelenk oder der Ellbogen können betroffen sein.

 

Schätzungen zufolge, ca. 50 - 75 % der Patienten, die eine Spätborreliose entwickeln, leiden unter einer Arthritis. Neue Untersuchungen sagen aus, dass die Häufigkeit von einer tatsächlichen Arthritis bei Patienten mit chronischer Lyme-Borreliose oder mit eine späten Borreliose bei weniger als 25 % liegt. Auch Zahnschmerzen oder Schmerzen in den die Kiefergelenken sind nicht unüblich (Spät- und chronische Lyme-Borreliose von Dr. med. Sam T. Donta).

 

Behandlung von Gelenkbeschwerden bei Borreliose

Bei den Patienten, die über einen längeren Zeitraum (über ein Jahr hinaus) weiterhin über Gelenkschmerzen klagen, können unter einer chronifizierten Lyme-Arthritis leiden. In wenigen Fällen führen die starken Entzündungen auf Dauer zur Zerstörung des Gelenkknorpels. Am Ende ist in solchen Fällen die Beweglichkeit des Gelenkes vermindert.

 

Eine akute Borreliose im Knie lässt sich oft mit Antibiotika sehr gut behandeln. Allerdings ist selbst bei einer akuten Borreliose eine Therapie von Minimum 8-12 Wochen anzuraten. Oft ist die akute Borreliose nach einer zu kurzen Therapie nicht richtig ausgeheilt und sie kann nach einer langen Latenzzeit in die chronische Phase übergehen. Hier ist dann eine längerfristige Behandlung durch Antibiotika zwischen 6 und 12 Monaten zu empfehlen.

 

Ob Sie an einer Borreliose erkrankt sind, können Sie mit unserem Borreliose Test AK-18Save ermitteln lassen.

 

Haben Sie noch Fragen zu Ihren Symptomen, insbesondere zu Gelenkschmerzen?

Weitere Informationen über Borreliose und Gelenkschmerzen erhalten Sie in von unserem Labor Arzt Dr. med Anton Waldherr Tel. 033203 879420.