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Borreliose Therapie

Borreliose sicher diagnostizieren und therapieren

Chronische Erkrankungen stellen in jedem Stadium sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eine große Herausforderung dar. Frische, akute bakterielle Infektionserkrankungen sind antibiotisch oft sehr gut behandelbar. Das Krankheitsbild einer einer latenten Borreliose, die überwiegend durch Zecken (Zeckenstich) übertragen wird, wird in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Patienten-Organisationen fordern z.B. einen probatorische längere Antibiose bei positivem IgG-Antikörper-Nachweis. Diese könnte ist meist eine längerfristige Behandlung mit Antibiotika notwendig. Dies kann sowohl oral mit Tabletten als auch mit intravenösen Infusionen erfolgen.

 

Nach einem Anamnesegespräch, in dem mögliche Übertragungswege einbezogen werden (Zecken), und der Darstellung der Symptome wird evtl. eine Verdachts-Diagnose formuliert. Danach erfolgt die Analytik z.B durch unseren AK-18Save Borreliose Test. Mit mehr als 90 % Wahrscheinlichkeit wird erkannt, ob der Patient durch Borrelien infiziert ist. Mit unserem AK-18Save Borreliose Test läßt sich nach Jahren eine frühere Infektion nachweisen. Durch die zwei verschiedenen Messtechniken besitzt er eine besonders hohe Spezifität und Sensitivität.

 

Wenn der Patient negativ getestet wird, ist es ratsam, mögliche andere Ursachen für die Symptome zu ermitteln und auf evtl. Co-Infektionen zu testen. Falls der Patient positive Ergebnisse zeigt eine positive Diagnose erhält, ist es möglich für den Patienten kann er mit seinem behandelnden Arzt einen Therapieplan erstellen. Die Therapie kann durch eine orale oder durch eine Infusionstherapie erfolgen.

 

Derzeit sind keine großen Studien bekannt, die eine einheitliche Antibiotika-Therapie einer Borrelien-Infektion vorschlagen. Im Internet finden sich diverse Webseiten von erfahrenen Therapeuten und deren Therapie-Schemata.

 

Häufige Fragen um die Borreliose Therapie

Wie stabil ist das Immunsystem?

Bei Borreliosepatienten sehen wir häufig Dysfunktionen des Immunsystems. Zur Stärkung des Immunsystems während der Antibiose kann die Gabe von Mikronährstoffen, Biometallen, Vitaminen und Spurenelementen sinnvoll sein.

 

Wie oft finden Laborkontrollen statt?

Laborkontrollen sollten wöchentlich stattfinden,: empfohlen werden: kleines Blutbild, GPT, GOT (Leber), Lipase (Bauchspeicheldrüse), Kreatinin (Niere) und Quick (Gerinnung).

 

Was ist bei einer Antibiotikatherapie zu beachten?

Sollte man positiv getestete Patienten ohne klinische Symptome behandeln? In der Regel gilt: „Wir behandeln keine Laborbefunde sondern nur die Erkrankung“.
Bei der Lyme-Borreliose gilt folgendes Zitat von Luc Montagnier, dem Entdecker des AIDSVirus:

„Es kann bei einer Infektion eine lange zeitliche Periode (Jahre) nach der Erstinfektion geben, während der der Patient keine Symptome zeigt und augenscheinlich gesund ist; Stadium der Latenz. Aber dann plötzlich bricht die Erkrankung mit ihren Multisymptombeschwerden aus (Neuroborreliose, Arthritis, Burn-Out) . Daher muss während der latenten Krankheitsperiode therapiert werden“ Aus einem Interview von T. Taddonio, Wissenschaftsjournalistin

 

Was ist die Jarisch-Herxheimer-Reaktion?

Sie ist eine immunologische Reaktion des Organismus auf die Therapie einer Infektion mit Antibiotika. Durch den massiven Zerfall großer Mengen von Bakterien nach Einleitung der antibiotischen Therapie kommt es zur Freisetzung von bakteriellen Endotoxinen, die ihrerseits entzündungsfördernde Substanzen freisetzen. Die wesentlichen Symptome sind:

  • Fieber,
  • Kopfschmerzen,
  • Schmerzen in den Gelenken und in der Muskulatur,
  • gelegentlich auch Übelkeit.

Die Schmerzen können sich über mehrere Tage und Wochen erstrecken, bevor sie wieder verschwinden.

 

Schädigen Antibiotika die Darmflora?

Ja. Zum Schutz bzw. zur Wiederherstellung der Darmflora wird der Einsatz von Probiotika empfohlen. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge in den Darm gelangen und dort eine günstige Beeinflussung bzw. Wiederherstellung der Darmflora bewirken. Die Einnahme sollte 2-3 Stunden zeitversetzt zur Einnahme der Antibiotika erfolgen, damit die Keime nicht gleich abgetötet werden.

 

Antibiotikatherapie und keine erkennbare Verbesserung der Symptome?

Bei mehr als 60% aller bakteriellen Infektionskrankheiten bilden die Erreger Biofilme, mit denen sie sich vor dem Angriff durch das Immunsystem schützen. Der Hämatologe D. Berg hat zur Erkennung eines Biofilms das „ISAC“ - Protokoll entwickelt. (ISAC: Immune System Activation of Coagulation). Beim Nachweis eines Biofilms empfiehlt er zur Auflösung den Einsatz von Lumbrokinase. Die Neubildung eines Biofilms während der Therapie wird verhindert z.B durch niedermolekulares Heparin.

 

Was sind mögliche Komplikationen?

Im Verlaufe einer Antibiotika-Therapie kann als Komplikation eine Pilz-Infektion (Mykose) auftreten. Häufig ist Candida albicans (Hefepilz) ursächlich. Bei entsprechenden Symptomen läßt sich der Verdacht prüfen durch eine Abstrich-Untersuchung der betroffenen Körper-Region sowie durch den serologischen Nachweis von Antikörpern gegen Candida albicans und Candida Antigen. Zur Therapie kann Fluconazol lokal oder systemisch eingesetzt werden.

 

Antibiotikatherapie und keine erkennbare Verbesserung der Symptome? Unwirksame Antibiose?

Bei einem kleinen Teil von Patienten führt die Antibiose auch nach mehreren Wochen zu keiner erkennbaren Verbesserung der Symptome. Dies kann zum einen an der oben beschriebenen Bildung eines Biofilms liegen oder aber auch an einer Autoimmun-Reaktion. Eine kleine Gruppe der Betroffenen hat aufgrund einer Veränderung der Erbsubstanz ein erheblich erhöhtes Risiko, an einer solchen durch Borrelien verursachten Autoimmunreaktion zu erkranken. Eine weitere Gruppe von Betroffenen kann aufgrund einer Veränderung der Erbsubstanz (DNA) Genetik keine oder nur sehr wenige Antikörper gegen Borrelien bilden. Diese Veränderungen lassen sich im Labor nachweisen. Bei einer unwirksamen Antibiose sollte eine Laborkontrolle auf toxische Schwermetalle, Kontrolle der Antikörperbildung erfolgen. Die Kontrolle der Abwehrzellen durch die Differenzierung der Lymphozyten ist ebenfalls angeraten.

Alle Laborparameter zu diesem Thema können über das Dedimed Europarc Labor angefordert werden.

 

Alternativ:

Bei einem kleinen Teil der Patienten führt die Antibiose auch nach mehreren Wochen zu keiner erkennbaren Verbesserung der Symptome. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • Nicht erkannte weitere Infektion durch Viren, andere Bakterien, Parasiten, Pilze. Bildung eines Biofilms:
    • Bei mehr als 60% aller bakteriellen Infektionskrankheiten bilden die Erreger Biofilme, mit denen sie sich vor dem Angriff durch das Immunsystem schützen. Der Hämatologe D. Berg hat zur Erkennung eines Biofilms das „ISAC“ - Protokoll entwickelt. (ISAC: Immune System Activation of Coagulation). Beim Nachweis eines Biofilms empfiehlt er zur Auflösung den Einsatz von Lumbrokinase. Die Neubildung eines Biofilms während der Therapie wird verhindert z.B durch niedermolekularesn Heparin.
  • Entwicklung einer Autoimmun-Reaktion: eine kleine Gruppe der Betroffenen hat aufgrund einer Veränderung der Erbsubstanz ein erheblich erhöhtes Risiko, an einer solchen durch Borrelien verursachten Autoimmunreaktion zu erkranken.
  • Fehlende Antikörper-Bildung: eine weitere Gruppe von Betroffenen kann aufgrund einer Veränderung der Erbsubstanz (DNA) Genetik keine oder nur sehr wenige Antikörper gegen Borrelien bilden. Diese Veränderungen lassen sich im Labor nachweisen.
  • Belastung durch toxische Schwermetalle (Quecksilber, Blei, Zinn…),
  • Kontrolle der Abwehr:
    • Kontrolle der Antikörperbildung IgG-, IgA, IgM
    • Kontrolle der Abwehrzellen durch die Differenzierung der Lymphozyten. !
  • Alle Laborparameter zu diesem Thema können über das Dedimed Europarc Labor angefordert werden.